Andere

Fr., 9.6.2017:*A Very Friendly Takeover*

am 6. Juni 2017 ab 19 Uhr

Nach 17 Jahren konstanter Bibliotheksarbeit wechselt das Kollektiv, welches die Bibliothek von unten in der w23 betreut. Es geht also ohne Unterbrechung, dafür aber mit frischem Schwung weiter! Alt & neu freuen wir uns weiterhin über Unterstützung in Form von Bücherspenden, finanzielle Beteiligung zwecks Raumerhaltung und Buchankäufen, interessierte Nutzung unseres Bestandes, angeregte Diskussionen, zahlreiche Teilnahme an den Veranstaltungen und viele schöne Partys! In diesem Sinne starten wir gleich:

Übergabefest am Freitag, 9. Juni, ab 19 Uhr in der Bibliothek von unten  mit Unterstützung von:

  • Erich Hackl (Lesung) 
  • Subchor (Livemusik) 
  • Cyberrudi (Lesung) 
  • Lilli Krawallski and friends (Auflegerei) 

und einem süperben Bücherflohmarkt 🙂 Wir freuen uns schon!

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w23Fr., 9.6.2017:*A Very Friendly Takeover*

Erneuter rechtsextremer Angriff gegen Kulturverein w23

Am Nachmittag des 30. Dezember kam es wieder zu einem Angriff auf die Räumlichkeiten des Kulturvereins w23. Dieser ereignete sich nach dem gleichen Schema wie beim rechtsextremen Angriff Ende November: Mit massivem Kraftaufwand wurde versucht, sich über den Metallrollbalken Zutritt zu den Vereinsräumlichkeiten zu verschaffen und dieser erheblich beschädigt. Dieser Übergriff steht im Zusammenhang mit einer aggressiven und systematischen Angriffsserie, die im September 2016 begann.

In den letzten zwei Monaten gab es gleich vier schwerwiegende Angriffe durch Rechtsextreme auf die Räumlichkeiten des Kulturverein w23:
Ende November wurde mit massivem Kraftaufwand versucht, sich Zutritt durch den Metallrollbalken, der die Eingangstür der Räume schützt, zu verschaffen. Dabei wurde dieser derart beschädigt, dass er nur ausgetauscht werden konnte, und ein Sachschaden von mehreren tausend Euro war die Folge. Zwei Wochen später wurden die Schlösser der Rollbalken verklebt. Eine Woche darauf wurde Buttersäure im Eingangsbereich verschüttet. Am Nachmittag des 30. Dezember wurde erneut versucht, den Rollbalken aus Stahlwellblech aufzubrechen, um Zutritt zu den Vereinsräumlichkeiten zu erlangen. Erneut wurden die Schlösser verklebt. Dabei wurde der neue Rollbalken abermals erheblich beschädigt.

w23 schon früher Ziel von Rechtsextremen

Seit ihrer Eröffnung vor zehn Jahren ist die w23, die die Räumlichkeiten mit dem Mandelbaumverlag teilt, immer wieder Ziel von Angriffen durch Neonazis und andere Rechtsextreme geworden. Während es in den ersten Jahren verhältnismäßig ruhig war, kam es durch die verstärkten Aktivitäten von Alpen-Donau.info und anderen neonazistischen Gruppierungen zu einer Häufung von Vorkommnissen rund um die Vereinsräumlichkeiten.

Aus den Angriffen auf die Räume wurden Angriffe auf Menschen

In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 2008 stürmte ein Trupp von zehn maskierten Neonazis die Räumlichkeiten und begann wahllos in die Menge der anwesenden Personen zu prügeln. Dieser geplante Angriff konnte schnell abgewehrt und Schlimmeres verhindert werden. Dennoch gab es zwei Leichtverletzte und geringen Sachschaden.

Rechtsextreme Angriffe nicht nur gegen die w23

Die Zuspitzung autoritärer Verhältnisse in den letzten Jahren bestärkt Rechtsextreme darin, zunehmend aggressiv gegen alle vorzugehen, die sie als Feind_innen ausmachen. Wie die aktuellen Beispiele zeigen, schrecken sie dabei auch vor Gewalt nicht zurück. Diese ist im Rechtsextremismus angelegt – folglich ist anzunehmen, dass die Angriffe nicht bei zerstörten Rollbalken enden werden.

Gleichartige Angriffe wie die Farbattacke auf den Kulturverein w23 gab es zeitnah auch gegen das Bekleidungsgeschäft “Zahraa Muslim Lifestyle Shop” in Meidling und die “Anarchistische Buchhandlung” in Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Rosa Lila Villa berichtet immer wieder von LGBTIQ*-feindlichen Schmierereien.

In Berlin-Neukölln gingen Nazis bei einem Angriff auf das linke Café k-fetisch noch einen Schritt weiter: Hier wurde nicht nur ein Rollbalken aufgebrochen, sondern dahinter außerdem Feuer gelegt, das sich durch großes Glück nicht ausbreitete. Das Café befindet sich in einem Wohnhaus, die Täter_innen nahmen den Tod von Menschen billigend in Kauf. Dies ist Beispiel einer massiven Angriffswelle gegen Buchhandlungen, andere linke Räume und gezielte Attacken gegen Antifaschist_innen.

Ende Dezember wurde ein junge Frau* in Klagenfurt/Celovec von zwei Rassisten verprügelt und schwer verletzt, weil sie Zivil-Courage gezeigt und deren rassistische Pöbeleien widersprochen hatte. Die Reaktion der Polizei war symptomatisch für deren Umgang mit rechter Gewalt: Erst die zweite von ihr aufgesuchte Dienststelle nahm überhaupt die Anzeige der jungen Frau an.

Die Behörden Teil des Problems

Immer wieder zeigt sich, dass von Behörden bei Angriffen Rechtsextremer wenig Unterstützung zu erwarten ist. Ein mit Fotos dokumentierter Angriff von mit Teleskopschlagstöcken und Gürteln bewaffneten Kader der „Identitären Bewegung“ auf Antifaschist_innen führte zu einer Verfahrenseinstellung.
Neonazistische Hooligans, die eine Gewerkschaftsveranstaltung im EKH gestürmt und angegriffen hatten, wurden überwiegend nicht belangt – mehr noch, letztlich wurden Angegriffene im Zuge eines haarsträubenden Verfahrens verurteilt. Einige der Angreifer wiederum wurden später als „Securities“ auf Demonstrationen der „Identitären“ eingesetzt.

Zuspitzung autoritärer Verhältnisse

Diese Angriffe und Attacken sind Einschüchterungsversuche. Sie sollen Angst schüren und ihren politischen Gegner_innen das Gefühl der ständigen Bedrohung vermitteln. Sie sind eine logische Folge des autoritären gesellschaftlichen Klimas. In den letzten Jahren haben die Aktivitäten von neofaschistischen und anderen rechtsextremen Gruppen wieder massiv zugenommen. Die Akteur_innen sind selbstbewusster geworden und fühlen sich in einer zunehmend menschenfeindlichen Gesellschaft sicherer und bestärkt.
(Neo-)Faschistische Ideologien haben Rückenwind und das äußert sich nicht „nur“ in Online-Hetze, Kampf- und Kriegsrhetorik in tagespolitischen Auseinandersetzungen. Immer mehr Rechtsextreme und Neonazis nehmen „den Kampf fürs Abendland“ in die eigene Hand und schreiten zur Tat.

Bei all der notwendigen Auseinandersetzung mit Angriffen auf die eigene Infrastruktur wollen wir Folgendes festhalten: Wir sehen diese Attacken in einem größeren Kontext. Wenn rassistische Hetze zur Tagesordnung gehört, Brandanschläge auf Unterkünfte von Geflüchteten immer häufiger und faschistische Kontinuitäten zum „Grundkonsens“ einer Gesellschaft werden, fühlen wir uns in der Notwendigkeit unserer Arbeit bestätigt. Wir halten es daher für unerlässlich, den Blick auf die herrschenden Zustände zu richten und sich gegen die rassistische und faschistische Normalisierung zu stellen.

Der Kulturverein w23 versucht hierzu seit nunmehr 10 Jahren seinen Teil beizutragen. In den Räumlichkeiten finden regelmäßig Diskussionsveranstaltungen, Filmabende, Lesungen, Workshops und vieles mehr statt, außerdem gibt es die „Bibliothek von unten“ und das „Archiv der sozialen Bewegungen“. Die w23 ist ein selbstverwalteter Raum mit (queer)-feministischem  Selbstverständnis und bietet Platz für linke, emanzipatorische Projekte. Für sexistisches, LGBTIQ*-feindliches, rassistisches und antisemitisches Verhalten hingegen ist kein Platz. Wir lassen uns von der aktuellen Angriffswelle nicht einschüchtern und laden alle solidarischen Menschen herzlich ein, sich zu beteiligen.

Eine chronologische Auflistung der Angriffe auf die w23 findet ihr hier.

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w23Erneuter rechtsextremer Angriff gegen Kulturverein w23

Chronologie der Angriffe auf die w23

Unvollständige Chronologie der systematischen Angriffe auf den Kulturverein w23

  • 19./20. September 2016 „Kunstblut“-Farbattacke (stinkende Flüssigkeit mit Farbe) es wurde die Nachricht „Österreich blutet auch durch eure Schuld“ hinterlassen. Sowie Aufkleber von „Unwiderstehlich Österreich“, einer rechtsextremen Gruppierung aus Wien. Im Oktober folgten dann Angriffe nach dem gleichen Schema auf den “Zahraa Muslim Lifestyle Shop” in Meidling und die “Anarchistische Buchhandlung” in Rudolfsheim-Fünfhaus.
  • 26./27. November 2016 Schwerer Eisenrollbalken im Eingangsbereich zerstört – es wurde mit massivem Kraftaufwand versucht sich Zutritt zu verschaffen und ein Sachschaden von mehreren tausend Euro Schaden verursacht. Es wurden einschlägige Aufkleber hinterlassen.
  • 11./12. Dezember 2016 Schlösser von allen Rollbalken verklebt.
  • 19./20. Dezember 2016 Buttersäure Angriff auf den Eingangsbereich 
  • 29./30. Dezember 2016 versucht sich über zwei Rollbalken Zutritt zu verschaffen und dabei wieder erheblichen Sachschaden verursacht
  • 1./2. Januar 2017 Schlösser von allen Rollbalken verklebt
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w23Chronologie der Angriffe auf die w23

Bibliothek von unten

Wir hören auf – das Projekt bleibt!?

Wer wir sind & was wir haben

Die Bibliothek von unten versteht sich als Informations- und Dokumentationseinrichtung, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, emanzipatorischen Inhalte, Aktivitäten, Diskussionen, Medien zu sammeln, zu erschließen und zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist es dabei einen Schnittpunkt zwischen Theorie und Praxis zu schaffen und einen Diskussions- und Begegnungsraum zu öffnen.
Als autonomes, selbstverwaltetes Projekt ist die Bibliothek von unten Teil der linksradikalen Bewegung. Trotzdem sind wir keine „Szene-Bibliothek“ sondern stehen für alle offen, die sich für linke soziale Bewegungen in Geschichte und Gegenwart interessieren.
Die Bestände der Bibliothek umfassen etwa 5000 Bücher die teilweise in einem Online-Katalog erfasst sind. Wichtige Schwerpunkte sind Anarchismus, Feminismus, Soziale Bewegungen, Antifa/Antira, Staatsgewalt, Arbeit etc.
Derzeit ist die Bibliothek von unten mit anderen Initiativen & Projekten in der W23 zuhause.

Was wir tun, was wir lassen & was wir wollen

Nach über 15 Jahren linksradikaler Bibliotheksarbeit beendet die derzeit bestehende Gruppe ihre Tätigkeit. Wir wünschen uns sehr, dass das Projekt mit anderen Menschen fortgeführt werden kann!
Deshalb: meldet euch bei Interesse bei uns und zwar bis zum 31. Jänner 2017!

info@bibliothek-vonunten.org

read – resist – rebel – revolt

die Bibliothekar*innen von unten
http://www.bibliothek-vonunten.org/

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admina

Infoabend zur Solikampagne: “Free the Röszke 11! – Solidarität mit inhaftierten Geflüchteten in Ungarn!“

+++letzter Prozesstag gegen Ahmed H. am 30.11.2016+++

am Samstag, 26. November 2016 um 19.00 Uhr

Im September 2015 schloss Ungarn seine Grenzen für Geflüchtete, die über die sog. Balkanroute reisten. Tausende Menschen strandeten am ungarischen Grenzzaun, Tage voller Proteste und Auseinandersetzungen mit der ungarischen Polizei folgten. Vollkommen willkürlich inhaftierte die ungarische Polizei später 11 Geflüchtete und klagte sie wegen “illegalem Grenzübertritt”, Beteiligung an “Massenausschreitungen” und “Terrorismus” (im Falle von Ahmad H.) an. In den politischen Schauprozessen gegen zehn der Angeklagten wurde bereits im Juli ein Urteil gesprochen. Am 30.11.2016 folgt der finale Prozesstag gegen Ahmad H., dem Terrorismus und Rädelsführerschaft vorgeworfen werden. Ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft. Ein grenzüberschreitendes Bündnis fordert die Freilassung der Angeklagten und begleitet die Prozesse und Betroffenen vor Ort.

Aktivist_innen von ’Free the Röszke 11’ informieren über den anstehenden Prozesstag & Mobilisierungen, stellen die transnationale Kampagne vor und zeigen Bild- und Filmmaterial.

Wir bemühen uns um eine zweisprachige Veranstaltung (deutsch/englisch).

Aktuelle Infos zur Kampagne unter http://freetheroszke11.weebly.com/ Der Infoabend auf Facebook zum Teilen und Weiterverbreiten: https://www.facebook.com/events/230893394000322/

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Infotalk about the solidarity campaign “Free the Röszke11 – Solidarity with the imprisoned refugees in Hungary!”

+++Last day of trial against Ahmed H. on November 30th+++

on Saturday, November 26th 2016 at 7pm

In September 2015 Hungary sealed off its border to refugees who arrived via the so-called Balkanroute. Thousands of people stranded at the Hungarian fence; days of protests and conflicts with Hungarian border guards followed. Afterwards the Hungarian police arbitrarily arrested 11 people and sued them for ‘illegal border crossing’, ‘participation in mass riots’ and ‘terrorism’ (in Ahmad H.’s case). 10 of the accused have already been sentenced to prison by political show trials in July. On November 30th there will be the final day of trial against Ahmad H. He might be sentenced to 25 years of prison.

‘Free the Röszke 11’ activists will inform about the ongoing trial & mobilisations & the solidarity campaign and show some photo and video material. We aim at a bilingual event (German & English).

Current information about the solidarity campaign: freetheroszke11.weebly.com/ The event on Facebook for sharing and spreading:facebook.com/events/230893394000322/

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adminaInfoabend zur Solikampagne: “Free the Röszke 11! – Solidarität mit inhaftierten Geflüchteten in Ungarn!“

Di, 18.10.; 19:00: Rechtsextremismus und Rassismus in der Tschechischen Republik

Wie überall in Europa, so haben auch in der Tschechischen Republik rassistische und rechtsextreme Gruppierungen in den letzten Jahren Aufwind erlebt. Neben einer Vielzahl von rassistischen, nationalistischen und emanzipationsfeindlichen Kleinst- und Kleingruppierungen spielen vor allem die “Iniciativa Martina Konvičky” (IMK/ “Martin Konvičkas Initiative”), der “Blok proti islamisaci” (BPI/Block gegen die Islamisierung) in enger Verbindung mit der Partei Usvít (Morgendämmerung) sowie die Bewegung “Svoboda a přímá demokracie” (SPD/Freiheit und direkte Demokratie) eine grosse Rolle. Auch die ununterbrochen anhaltenden Konflikte und Streitigkeiten untereinander führen nicht zu einer Schwächung der rassistischen Kräfte insgesamt – für das notorisch rassistische japanisch-tschechische Stehaufmännchen Tomio Okamura gilt dies ebenso wie für den Käferforscher und selbsternannten “De-Islamisator” Martin Konvička, aber auch diverse andere Protagonist_innen. Wie sich beispielhaft an den Äußerungen und Aktivitäten sowohl des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman aber auch des ehemaligen Präsidenten Václav Klaus, der derzeit den Wahlkampfhelfer für die AfD spielt, zeigen lässt, spielen die Inhalte der eher obskur wirkenden Bewegungen, die bisher nicht im Parlament vertreten sind, aber auch ohne ihre Protagonisten eine relevante Rolle in der tschechischen Politik. Neben dem Erstarken der Rechtsextremen im Parlament, kommt es gleichzeitig zu einer zunehmenden Radikalisierung von Nazis auf der Straße, die regelmäßig mit verschiedenen Pegida-Ablegern zusammenarbeiten. Der Vortrag will einen Überblick über die aktuelle Entwicklung des Rechtspopulismus in der Tschechischen Republik geben, wird dabei aber auch diejenigen, die sich dieser in den Weg stellen, nicht völlig aus den Augen verlieren.

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adminaDi, 18.10.; 19:00: Rechtsextremismus und Rassismus in der Tschechischen Republik

„1-Euro Jobs“ in Hungary: From Welfare to Workfare State

[EN]

Tue 4th October
18h-20h Bar and Precarity Office open.
Foods, drinks, mutual advice session and organisation

20h Event:
1-Euro Jobs in Hungary: From Welfare to Workfare State
Activists of the Hungarian “Workfare Movement for the Future” talk about their organizing strategies

Germany is well-known as a country of 1-Euro jobs. In Hungary a similar workfare scheme was introduced in 2009 to fight growing unemployment after the 2008 crisis. In 2011 the Orbán-regime expanded, but also reformed this programme with a new law that violated workers’ rights and introduced “forced labor” for the unemployed, creating cheap workforce for the state and for private employers. Opposition and resistance has been on-going since, organized by the Anti-Poverty Network in Hungary.

Precarity Office is pleased to host activists of the Hungarian advocacy group Workfare Movement for the Future who will talk about the compulsory workfare regime in Hungary and their experiences in self-organisation and fighting for the rights of workfare workers since 2012. Until recently 1-Euro jobs are back on the agenda in Austria including the proposal that refugees should be forced to take up underpaid work. Let’s organize.

The talk will be in English and Hungarian, with German translation.

The Workfare Movement for the Future is organized by the Hungarian Anti-Poverty Network.
More infos about their work and the workfare system in Hungary: http://www.mszeh.hu/en/causes/workfare/

@ W23 Kulturzentrum, Wipplingerstrasse 23, 1010 Vienna (down some stairs – not wheelchair accessible per se but please get in touch if we can help with access!)
Precarity Office: precarityoffice.wordpress.com

[DE]

1-Euro-Jobs in Ungarn: Die Zwangsarbeitsfalle
Aktivist*innen der ungarischen “Workfare-Bewegung für die Zukunft” berichten über Organisierungsstaretegien

Deutschland ist als Land der 1-Euro-Jobs bekannt. In Ungarn wurde 2009 ein ähnliches System eingeführt, um die steigende Arbeitslosigkeit nach der Krise in 2008 zu kämpfen. 2011 hat die Orbán-Regierung dieses System gesetzlich verschärft und weiter ausgebaut, so dass es für Arbeitslose mit zwangsarbeitähnlichen Zuständen einhergeht und für Unternehmen und den Staat Billigarbeitskräfte bereitstellt. Seit Beginn regt sich Widerstand, organisiert von dem ungarischen Anti-Armutsnetzwerk.

Wir freuen uns AktivistInnen der Gruppe „Workfare-Bewegung für die Zufunkt“ zu Gast zu haben, die über die Arbeitsbedinugungen und ihre Organisierungsstrategien berichten. Diskutieren wollen wir zusätzlich, die Situation in Österreich, in der 1-Euro-Jobs und Kürzungen der Sozialhilfe rund um Regierungsvorschläge zur „Integration“ von Geflüchteten wieder neuen aufwind bekommen haben. Let’s organize.

Das Gespräch findet auf Englisch und Ungarisch, mit Übersetzung auf Deutsch statt.

Die “Workfare-Bewegung für die Zukunft” ist von dem Anti-Armutsnetzwerk organisiert.
Mehr Infos über ihre Arbeit und über 1-Euro Jobs in Ungarn: http://www.mszeh.hu/en/causes/workfare/

[ES]

Martes 4 de Octubre
18h-20h Bar y Oficina Precaria abiertos
Comida, bebida, asesoramiento mutuo y organización

20h Evento
Trabajos a 1 euro en Hungría: Del Estado del Bienestar al Estado del “Workfare” (trabajos obligatorios para personas desempleadas)
Activistas de la red húngara “Movimiento del Workfare por el futuro” hablan de sus estrategias organizativas

Alemania es bien conocida como un país de trabajos a un euro. En Hungría se introdujo un esquema similar de “Workfare” (trabajos obligatorios para personas desempleadas) en 2009, para combatir el creciente desempleo tras la crisis de 2008. En 2011 en régimen de Orbán extendió, pero también reformó, este programa con una nueva ley que violaba derechos laborales e introdujo el “trabajo forzado” para personas desempleadas, creando una fuerza de trabajo barata para el estado y para empleadores privados. Desde entonces se están dando tanto oposición como resitencia, organizadas por la Red Anti-Pobreza de Hungría.

La Oficina Precaria tiene el placer de acoger a activistas del grupo de apoyo húngaro Movimiento “Workfare” por el Futuro que nos hablarán sobre el régimen obligatorio de trabajo para personas desempleadas y de sus experiencias en auto-organización y lucha por los derechos de las personas trabajadoras en régimen de “workfare” desde 2012. Desde hace poco los trabajos a un euro han vuelto a la agenda política en Austria incluyendo la propuesta de que las personas refugiadas deberían ser obligadas a tomar empleos no retribuidos. Organicémonos.

La charla será en inglés y húngaro, con traducción al alemán.

El Movimiento “Workfare” por el Futuro está organizado por la Red Húngara Antipobreza
Más información sobre su trabajo y sobre el sistema “workfare” en Hungría:
www.mszeh.hu/en/causes/workfare/

@ W23 Kulturzentrum, Wipplingerstrasse 23, 1010 Vienna (hay que bajar algunas escaleras – no en si accesible para sillas de ruedas pero por favor ¡contáctanos si podemos ayudar con el acceso!)

Oficina Precaria: precarityoffice.wordpress.com

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w23„1-Euro Jobs“ in Hungary: From Welfare to Workfare State

Mo, 8. Dez 2014: Entprekarisierung verorten?! Input und Diskussion zu den Organisierungserfahrungen der Punti San Precario in Mailand und Turin

Santa Precaria und San Precario begleiten Aktivist*innen der EuroMayDay-Bewegung und des PrekärCafé seit deren Anfängen. Angesichts der Zunahme befristeter und unsicherer Lohnarbeitsverhältnisse symbolisierten diese Schutzheiligen eine kollektive Suchbewegung nach Umgangsformen mit den „Übeln“ der Prekarisierung. Die Flexibilisierung und Prekarisierung allgemeiner Arbeits- und Lebensverhältnisse in Italien und Europa verlangten nach neuen Formen, kollektive Kampf- und Handlungsfähigkeit zu erlangen.
Im Zuge der Bewegungen gegen Prekarisierung in Italien zum Leben erweckt, stellten Santa Precaria und San Precario den Versuch dar, Vernetzungs- und (Selbst-)Organisierungsformen jenseits traditioneller gewerkschaftlicher Repräsentationsformen zu finden. Damit waren sie auch namensgebend für ein italienweites Netzwerk von Punti San Precario: Orte der rechtlichen Beratung und Unterstützung bei Arbeitskonflikten und Ausgangspunkte der (Selbst-)Organisierung von Arbeitskämpfen. Im Dezember laden wir euch ein, mit uns über jene Orte in Italien zu sprechen, die diese vielfältigen Organisierungsbestrebungen der von Prekarisierung betroffenen Menschen beispielhaft auf den Punkt bringen sollten: die Punti San Precario in Mailand und Turin. Im Zentrum der Veranstaltung stehen dabei die verschiedenen Erfahrungen von Selbstorganisierung und Vernetzung, die angesichts vielfältiger und unterschiedlicher prekarisierter Arbeits- und Lebensverhältnisse an diesen Orte gesammelt wurden:
– Welche Anforderungen stellen diese Verhältnisse an Orte der Organisierung?
– Welche Allianzen wurden geschlossen, und welche Formen haben die gemeinsamen Organisierungsprozesse und Arbeitskämpfe dadurch angenommen?
– Welche Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Repräsentation prekärer Subjektivierungsformen wurden dabei erkundet?
– Wie gestaltete sich das Verhältnis zu Gewerkschaften und anderen Teilen der organisierten Arbeiter*innenschaft?
– Was für Erfolge konnten erzielt werden, und was für Rückschläge waren dabei hinzunehmen?
Darüber und über viele weitere Fragen diskutieren wir mit Kristin und Dario, zwei Aktivist*innen aus Italien und Deutschland, die in den beiden Punti San Precario in Mailand und Turin aktiv waren.

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w23Mo, 8. Dez 2014: Entprekarisierung verorten?! Input und Diskussion zu den Organisierungserfahrungen der Punti San Precario in Mailand und Turin

Dienstag, 2. Dezember 2014: Precarity Office Vienna XI

Der proklamierten „Bewegungsfreiheit“ von EU-Bürger*innen innerhalb der EU steht eine immer stärkere und restriktivere Abschottung nach außen gegenüber. Die Grenzen werden nicht zuletzt im Hinblick auf die „Bedürfnisse“ des Arbeitsmarktes reguliert. Die restriktiven Methoden, um „unerwünschte Einwanderung“ zu verhindern, wurden in den letzten Jahren immer brutaler. Insbesondere an den europäischen Außengrenzen hat die Migrationspolitik mittlerweile ein Level von Gewalt erreicht, das für einige Migrationsforscher*innen und -aktivist*innen mit einem „Krieg gegen Migrant*innen“ vergleichbar ist. Im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „Mobilität und Migration“ stehen die Außengrenzen der Europäischen Union im Zentrum, wobei insbesondere die Grenzregime Spaniens, Griechenlands und Italiens in den Blick genommen werden. In Verbindung gesetzt werden die Grenzpraktiken an den Außengrenzen mit Österreichs „interner Grenze“: Die Kriminalisierung erfolgt hier verstärkt durch die Dublin 2-Bestimmungen oder auch durch den Paragraf 114 des Fremdenpolizeigesetzes gegen „Schlepperei“. Innerhalb der letzten Jahre hat aber auch der Widerstand gegen das brutale Grenzregime Europas zugenommen und unterschiedliche neue Praktiken entwickelt wie u.a. Refugee-Proteste und Kirchenbesetzungen. Im zweiten Teil des Abends werden Aktivist*innen von WatchTheMed – eine Organisation, die Fälle von Bootsunglücken im Mittelmeer, bei denen Flüchtlinge nicht oder nicht rechtzeitig gerettet werden, dokumentiert – das neue „Alarm Phone“-Projekt vorstellen: eine Notfallnummer für in Seenot geratene Flüchtlinge.
Kommt und diskutiert mit uns: Prekarität kennt keine Grenzen – Bewegungsfreiheit für alle!! Diese Veranstaltung ist der zweite Teil einer dreiteiligen Diskussions- und Selbstuntersuchungsreihe zum Thema Migration (Teil III: Migration und Utopien). Precarity Office Vienna XI. „If the doors shut behind you, you are a migrant“. Teil II: Precarity has no borders! Eine Kooperationsveranstaltung von PrekärCafé und Precarity Office. 18h-20h Bar und Precarity Office: Planen & Beraten, Essen & Plaudern. Ab 20h Veranstaltung: „If the doors shut behind you …“ Die Initiative für das Precarity Office geht von verschiedenen Leuten aus, von denen manche im PrekärCafé, in Juventud Sin Futuro/Marea Granate Vienna und Solidarity4All organisiert sind. For [ENG] and [ES] versions and further information see: 

http://precarityoffice.wordpress.com/ 
http://cafe.prekaer.at/  
http://www.jsfviena.net/de/juventud-sin-futuro-viena/ 
http://solidarity4allvienna.wordpress.com/ 
Mehr Infos zu WatchTheMed: http://watchthemed.net/

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w23Dienstag, 2. Dezember 2014: Precarity Office Vienna XI

Mo. 10.11.; 17:30: Gedenkrundgang zum Novemberpogrom

Gedenkrundgang in der Brigittenau

NIEMALS VERGESSEN!

Treffpunkt: Montag, 10.11., 17:30 Uhr, Wallensteinplatz, 1200 Wien

Wir wollen einige Orte ehemaligen jüdischen Lebens in der Brigittenau besuchen, die auch zu Orten nationalsozialistischer Verfolgung wurden. Der Rundgang soll nicht zuletzt auf antisemitische Kontinuitäten hinweisen, in denen das Novemberpogrom und die folgende nationalsozialistische Vernichtungspolitik grausame Höhepunkte darstellten.
Wir möchten euch/Sie einladen, uns bei diesem Rundgang durch den 20. Bezirk zu begleiten!
Mehr Infos unter: rundgang.blogsport.de

Danach gibt es die Möglichkeit zum Austausch bei jüdischen Liedern, warmem Essen, heißen und kalten Getränken in der W23, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien.

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

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w23Mo. 10.11.; 17:30: Gedenkrundgang zum Novemberpogrom