w23

Diskussionen, Workshops, Vorträge, Lesungen und vieles mehr

Strafe, Gefängnis, Alternativen

Vortrag und Diskussion mit Rehzi Malzahn

Obwohl Strafe ein Kern von Herrschaft ist, weil sie immer Institutionen bedarf, die sie ausführen, und bedeutet, dass sich ein Individuum über das andere erhebt, ist die Kritik der Strafe und des Gefängnisses als zentrale Strafinstitution moderner Gesellschaften in linken Kreisen eine Seltenheit. Noch weniger als über Strafe und Gefängnis wird aber über mögliche Alternativen gesprochen, geschweige denn Entsprechendes ausprobiert.

An diesem Abend wollen wir darüber sprechen, was Strafe eigentlich ist, warum wir strafen und was Kriminalisierung bedeutet. Gleichermaßen soll es darum gehen, Möglichkeiten eines anderen Umgangs mit «Delinquenz» und schmerzhaften Konflikten zu diskutieren.

Rehzi Malzahn hat im Herbst beim Schmetterling Verlag den Sammelband »Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung« herausgegeben. Sie hat sich viele Jahre an der Anti-Knast-Demonstration zu Sylvester in Köln beteiligt und arbeitet seit mehreren Jahren zu verschiedenen Formen gewaltarmer Konfliktbewältigung, darunter auch im Kontext von »Justiz«.

hosted by Rosa Antifa Wien

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Niedriglohnzone Knast?

In Österreichs Gefängnissen müssen auch Inhaftierte arbeiten, für den Knast, für die eigene Versorgung oder für externe Unternehmen. Von Jolly-Stiften über Mäusefallen, Postwurfsendungen und Bierbänke – vieles aus unserem Alltag ist durch die Hände von Inhaftierten gegangen, die dank gesetzlich geregeltem Arbeitszwang in den Justizanstalten arbeiten müssen. Von Fließbandarbeit bis hin zur Facharbeit sind die unterschiedlichsten Tätigkeiten möglich – einheitlich ist eigentlich nur der extrem niedrige Lohn, die fehlende Möglichkeit in Krankenstand zu gehen oder in die Pensionskasse einzuzahlen.

Veranstaltung mit Christof Mackinger zu Arbeitsbedingungen in Österreichs Gefängnissen, wie es den Inhaftierten damit geht und wie sie ihre Situation zu verbessern versuchen.

hosted by Rosa Antifa Wien und das que[e]r

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„Das Überleben hat sich gelohnt“

1924 im „Roten Wien“ geboren, floh Walter im August 1939 vor dem wachsenden Antisemitismus und den Nazis nach Palästina. 1945 kehrte er nach Österreich zurück, und arbeitete bei der Suche nach Nazi-Kriegsverbrechern mit. 1947 trat Walter der KPÖ bei, mit der er 1968 – nach Niederschlagung des Prager Frühlings – brach. Stern war Mitbegründer der linken Gewerkschaftlichen Einheit, der Vorläuferorganisation der AUGE/UG und viele Jahre Betriebsrat.

Walter Stern wird aus diesem, seinen bewegten Leben erzählen. Als Zeitzeuge, als Flüchtling als politisch nach wie vor aktiver und hellwacher Mensch.

Der Abend wird gemeinsam organsiert von AUGE/UGdas que[e]r und Rosa Antifa Wien

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Bilanz des „Guten Wandels“ – Polen nach drei Jahren PiS-Regierung feat. Kapturak

Seit 2015 treibt die PiS-Partei (Recht und Gerechtigkeit) in Polen die nationalistisch-autoritäre Formierung von Staat und Gesellschaft voran. Wie weit ist sie damit gekommen, wer stellt sich dagegen und was macht die Linke?
Im Vortrag werden zunächst verschiedene grundsätzliche Aspekte der Kaczyński-Regierung skizziert und die Entwicklungen seit dem Machtantritt rekapituliert. Neben den verschiedenen Feldern des antiliberalen sogenannten „Guten Wandels“ soll es auch um das spannungsreiche Verhältnis zwischen PiS und der organisierten extremen Rechten gehen.
Auf der anderen Seite sollen aber auch die gesellschaftlichen und politischen Gegenkräfte betrachtet werden. Da PiS im Bündnis mit Kirche und rechtskatholischen Strukturen insbesondere den patriarchalen Zugriff auf die Gesellschaft und etwa in der Abtreibungsfrage direkt auf den Körper auszuweiten sucht, kommt der feministischen Bewegung in Polen eine zentrale Bedeutung zu. Den verstärkten LGBT-feindlichen Attacken aus dem rechten Lager steht wiederum eine regelrechte Pride-Welle im ganzen Land gegenüber. Generell stellt sich darüber hinaus die Frage in welcher Rolle sich die (radikale) Linke angesichts rechtsautoritärer Dominanz einerseits und neoliberaler Opposition andererseits sieht, welche Handlungsfelder es gibt und welche Entwicklungen sich abzeichnen.

Von und mit: Kapturak

hosted von das que[e]r und Rosa Antifa Wien

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Frozen – Winter is here

12 Stundentag, Sozialabbau, feministische Arbeit kaputtsparen, Überwachungspakete, … nur die Spitzen des #schwarzblauen Eisberges.

Ein Jahr ist es bereits her, dass bei der Nationalratswahl die rechtsextreme Koalition #schwarzblau die Regierung übernommen hat. 12 Stundentag, Sozialabbau, feministische Arbeit kaputtsparen, Überwachungspakete, … nur die Spitzen des Eisbergs. Was ist seither noch passiert? Wie geht es weiter, was kommt auf uns zu? Und vor allem: Was können wir tun?!

Wie du dich vielleicht noch erinnern kannst, hatten wir letztes Jahr (noch vor der #schwarzblau Angelobung) die Veranstaltung „Winter is coming“ – Nun, „Winter is here“ und wir wollen mit der gleichen Runde am Podium über die Entwicklungen nach einem Jahr #schwarzblau diskutieren. Infoladen Wels, QueerBase, Susi Haslinger, Viktoria Spielmann und Brigitte Hornyik werden mit uns über die schlimmsten politischen Auswirkungen der Koalition, wer davon am meisten betroffen ist, wo sich dagegen Widerstand rührt (und wo nicht) und vieles mehr diskutieren.

Inputs aus verschiedenen Perspektiven zur aktuellen Lage ein Jahr danach und anschließende Diskussion.

organisiert von das que[e]r und Rosa Antifa Wien

mit dabei sind:

Infoladen Wels – … ganz Wels? Nein! Ein unbeugsamer Infoladen hört nicht auf, der FPÖ Widerstand zu leisten
QueerBase – Welcome and Support for LGBTIQ Refugees
Susi Haslinger von PRO-GE / Sozialpolitik
Viktoria Spielmann von der AUGE / UG – Alternative, Grüne & Unabhängige Gewerkschafter_innen
und die Moderation von Brigitte Hornyik – Verfassungsjuristin, feministische Aktivistin und Networkerin

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Der Oury Jalloh – Komplex

Infoveranstaltung mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Seit 2005 kämpfen wir als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh für die Aufklärung der Brand- und Todesursache von Oury Jalloh. Da Polizei, Justiz und Politik unsere Aufklärungsarbeit boykottieren bzw. durch massive Repression gegen die Initiative und gezielte Manipulation der Öffentlichkeit die Wahrheit weiter vertuschen wollen, setzen wir weiter erfolgreich auf Selbstorganisation.

Bereits in den Jahren 2013 und 2015 haben wir der Öffentlichkeit die Gutachten internationaler Experten vorgestellt und konnten anhand von wissenschaftlichen Fakten beweisen, dass Oury Jalloh von Polizisten im Polizeirevier Dessau angezündet wurde. Im Januar 2018 haben wir nun eine Internationale Unabhängige Kommission gegründet, mit welcher wir unsere umfangreiche Aufklärungsarbeit weiter fortsetzen. Aufgrund neuer Erkenntnisse wissen wir nun, dass bereits im Jahr 1997 der Dessauer Hans-Jürgen Rose zu Tode gefoltert wurde. Auch dieser Fall wurde vertuscht. Die Kommission spricht daher vom Oury Jalloh – Komplex und untersucht deshalb alle drei ungeklärten Todesfälle im Polizeirevier Dessau.

Aktivist*innen der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sprechen über ihre Erfahrungen und die Notwendigkeit von Selbstorganisation, über den aktuellen Stand der staatlich unabhängigen Ermittlungen und über das aktuelle Repressionverfahren gegen einen Aktivisten der Initiative vor dem Amtsgericht Dessau. Nachdem dieser symbolisch mehrere Feuerzeuge vor die Staatsanwaltschaft Dessau geworfen hatte, werfen ihm sechs Polizisten versuchte gefährliche Körperverletzung vor. Wir werden auch diese Polizisten der Landesbereitschaftspolizei Magdeburg ihren dreisten Lügen überführen!

Außerdem mobilisieren wir zur jährlichen Gedenkdemonstration zum 14. Todestag von Oury Jalloh am 7. Januar 2019 in Dessau!

Kooperation der Rosa Antifa Wien & prozess.report

Facebook-Event

Geöffnet ab 17:00, Beginn der Veranstaltung um 18:00

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Ihr könnt uns Kreuz-Weise!

Info-Veranstaltung zu Fundis, ihre Aufmärsche und vor allem die Proteste dagegen

Am 24.11. soll in Wien, wie auch die letzten Jahre, wieder ein „Marsch fürs Leben“ stattfinden. Hauptorganisatorin ist die „Jugend für das Leben“, welche auch regelmäßig Vorträge, Schweigemärsche und „Lichterketten für die Ungeborenen“ veranstaltet. Sie sind gegen Verhütung und wollen Schwangeren die Möglichkeit für sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche nehmen.

Die sogenannten „Märsche fürs Leben“ beschränken sich nicht nur auf Wien, sondern finden u.a. auch in Salzburg, Innsbruck, München, Bern und Berlin statt. Überall formieren sich starke feministische Proteste, die für Pro Choice auf die Straße gehen. Aktivist_innen von What the Fuck?! (Berlin) und Antisexistische Aktion München und Marsch fürn Arsch (Wien) erzählen über ihre Erfahrungen mit den Fundi Aufmärschen und die Proteste dagegen.

hosted by das que[e]r und Rosa Antifa Wien

Vortrag & Diskussion finden in der w23 statt.

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Freestyle-Session for F.L.I.N.T.Q.-Folks with Jenny from the Ostblock

HipHop/Rap Freestyle-Session for Female * Lesbian * Inter * Non-Binary * Trans * Queer-Folks with Rapper „JENNY FROM THE OSTBLOCK“ (Graz) @W23

Feminism and HipHop is 4 Everybody!! And because it’s often not that easy accessible for F.L.I.N.T.Q. – Folks we’ll do this event. To bring them together, create a supporting environment and to just try out some rhimes together. No skills needed, just some passion – Looking forward to see you!

Organised by DafuQ (dafq.blackblogs.org) and RAW (www.raw.at) F.L.I.N.T.Q. stands for FemaleLesbianInterNon-BinaryTrans*Queer. If you feel like you fit in one of these Identities you’re welcome – if not, not.

Feminismus und HipHop sind für alle da!! Und weil’s manchmal nicht so leicht zugänglich sind für F.L.I.N.T.Q. – Personen machen wir diese Veranstaltung. Um Leute zusammenzubringen und eine naise und unterstützende Atmosphäre herzustellen in der sich alle im Reimen ausprobieren können. Keine Vorkenntnisse oder Skills benötigt, einfach hinkommen und ein bisschen Leidenschaft mitnehmen. Freuen uns auf dich!

Organisiert von DafuQ (dafq.blackblogs.org) und RAW (www.raw.at) F.L.I.N.T.Q. steht für FrauenLesbenInterNon-BinaryTrans*Queer. Wenn du dich da mitgemeint fühlst, bist du herzlich willkommen, falls nicht, nicht.

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Contre La Sélection – Workshop & Diskussion

Workshop und Diskussion zu den französischen Hochschulprotesten und deren Perspektiven

200 000 Menschen sind auf den Straßen. 150 Demonstrationen zeitgleich. 40% der Flüge in Paris müssen gestrichen werden, die Airline Air France muss alleine alle Langstreckenflüge streichen. Zahlreiche U-Bahnen und S-Bahnen wurden stillgelegt. Etliche Universitäten waren besetzt, Prüfungen mussten verlegt werden. Zum Höhepunkt im April gab es in Rennes mehr als 5 000 Studierende, die die Uni besetzten, in Montpellier 2500, in Paris 2000, in Toulouse bis zu 2000 und weitere Unis waren mit hunderten Studierenden besetzt.

In Frankreich machten sich dieses Frühjahr die Proteste breit. Anschlusssuchend an die Proteste 1968 gingen Gewerkschaften, Lehrer_innen, Studierende, öffentlich Angestellte und andere Akteur_innen auf die Barrikaden.

Anlass waren die Réforme du Code du travail und der Plan Étudiant im Hochschulsektor. Erstere hat eine Liberalisierung des Arbeitssektors zum Ziel. Sie verfolgt Änderungen der Arbeitslosenversicherung, der Lehre, verminderte Rechte für Eisenbahner_innen und einen massiven Abbau – 120 000 Personen in fünf Jahren – von Stellen im öffentlichen Sektor.

Der Plan Étudiant ist ebenfalls mit umfassenden Reformen verbunden und soll die Zulassungsbedingungen verschärfen, sowie das Baccalauréat (die französische Matura) reformieren. Dabei sind die Verschärfungen intransparent und haben verstärkte sozioökonomische Selektionsmechanismen zur Folge. So wurden bereits im Mai zahlreiche Bewerber_innen aus dem Pariser Banlieu abgelehnt oder auf Wartelisten versetzt.

In Folge dessen war auch ein Zusammenschluss der Kämpfe (convergence des luttes) zwischen Studierenden und Eisenbahner_innnen zu sehen, genauso wie massive Repression durch Staat, Polizei und Faschisten; wie auch bei der Räumung einer Fakultät in Montpellier durch französische Identitäre zu sehen war.

Im Rahmen der kritischen Einführungstage wollen wir als Aktionskollektiv Freie Bildung einen Workshop mit Diskussion organisieren, der die Umstrukturierungsprozesse im Bildungssektor, die gegenwärtig in ganz Europa zu beobachten sind, thematisiert. Dazu werden zwei Aktivist*innen aus Frankreich eingeladen, die an den Studierendenprotesten in Frankreich dieses Jahr (2018) beteiligt waren, um gegen die neue (universitäre) Bildungsreform zu protestieren. Konkreter werden wir Julien (Jeunes Insoumis), welcher momentan auch bei den Solidaires Étudiant-e-s in Lyon organisiert ist, sowie Alexi aus Bordeaux nach Wien einladen, um mit uns Protesterfahrungen, -formen, sowie möglichen Handlungsoptionen von Studierenden auszutauschen und zu diskutieren.

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All Computers Are Beschlagnahmt

Vortrag und Diskussion zum Verbot von Indymedia linksunten, der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Geheimdiensten und dem juristische Vorgehen gegen die Zensur.

Im August 2017 wurde Indymedia linksunten vom damaligen deutschen Bundesinnenminister Thomas de Maizière verboten. Im Zuge dessen kam es zur Durchsuchung von vier Wohnungen und dem „Vereinsheim“. Dabei wurden Geld und Technik im Wert von 80.000 Euro beschlagnahmt und das Trennungsgebot zwischen Polizei und Geheimdiensten verletzt. Die Betroffenen haben Klage gegen das Vereinsverbot erhoben, diese wird vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt.

Ein Betroffener berichtet von den Razzien, von der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Geheimdiensten und gibt Einblick in das juristische Vorgehen gegen Verbot und Zensur.

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / Wien und Rosa Antifa Wien

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