Bibliothek von unten

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Stellungnahme der „alten“ Bibliothek von unten

Aufgrund der Vorkommnisse in der w23 möchten wir (wir sind zum Teil jene Personen, die die Bibliothek von unten im Jahr 2000 mitgegründet haben; wir sind auch jene Gruppe von Leuten, die 2017 das Projekt „Bibliothek von unten“ an die w23 übergeben haben) Stellung beziehen:

Die Bibliothek von unten – 2000 als Volxbibliothek im EKH entstanden – hat 2006 gemeinsam mit anderen Projekten die w23 gegründet. Gemeinsamer Anspruch sowohl zwischen den Projekten als auch innerhalb der Bibliothek war es, einen Raum zu schaffen, der unseren politischen Grundsätzen entsprach. Das bedeutet: Als antiautoritäre, antifaschistische Linke sollten Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homo- und Transphobie keinen Platz haben. Dieses Selbstverständnis spiegelte sich sowohl in unseren politischen Aktivitäten (regelmäßige und unregelmäßige Veranstaltungen, Medienankauf der Bibliothek etc.) als auch der Raumpolitik selbst wider. Für externe Projekte, die Raum für Veranstaltungen oder interne Treffen suchten, stand die w23 offen, sofern das politische Selbstverständnis in den oben genannten Grundzügen geteilt wurde. Welche inhaltlichen Schwerpunkte interne oder externe Projekte setzten, blieb ihnen überlassen. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder mal Debatten zu einzelnen Veranstaltungen. In einem Fall wurde ein Veto gegen eine von einem internen Projekt geplante Veranstaltung ausgesprochen.

Das Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 ist ein grausamer und durch nichts zu legitimierender Höhepunkt antisemitischer Gewalt seit 1945. Dieser Höhepunkt zeigt einmal mehr, wie notwendig der gemeinsame Kampf gegen jede Form von Antisemitismus ist. Gemeinsame Kämpfe benötigen gemeinsame Räume: zur Reflexion, zum Austausch, zur Debatte, für kontinuierliche politische Arbeit etc. Die w23 soll ein solcher Raum sein. Dass die aktuellen Entwicklungen in der w23 den gesamtgesellschaftlichen Tendenzen und jenen der Linken in Hinblick auf ein Niederreissen aller Dämme in Bezug auf Antisemitismus und Judenfeindlichkeit folgen, ist schockierend, verstörend, beängstigend und führt uns einmal mehr vor Augen, dass Solidarität mit Juden und Jüdinnen mehr sein muss, als ein bloßes Bekenntnis.  

Wir erklären uns solidarisch mit dem Vorgehen des Archivs der Sozialen Bewegungen / Wien, dem Café Sabotage und der Rosa Antifa Wien, jene Projekte aus der w23 auszuschließen, die sich der Debatte rund um die Verharmlosung von Antisemitismus entziehen und den Minimalkonsens der w23 nicht mittragen. 

Dass die Bibliothek von unten, die sich in ihren unterschiedliche Zusammensetzungen immer klar gegen Antisemitismus positionierte, dazu aktuell nicht in der Lage ist, ist mehr als verstörend. Wir würden uns wünschen, dass auch das Kollektiv der Bibliothek von unten Worte findet, um die Positionierung des Projekts zu artikulieren. 

Gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus!

das Bibliothekskollektiv von früher

Das Orginal wurde am 21.1.2024 auf de.indymedia veröffentlicht.

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Die Bibliothek von unten – Read – Resist – Rebel Reboot

So, es ist soweit, wir rebooten die Bibliothek von unten! Die Bücher sind da um gelesen, besprochen, diskutiert zu werden 🙂 Darüber hinaus soll die Bibliothek einen Raum zum (gemeinsam) lernen, diskutieren, solidarisieren und gestalten sein.

Wir freuen uns über Mitstreiter*innen!

Natürlich sind wir auch für Vorschläge offen und wenn du dich am selbstverwalteten Projekt Bibliothek von unten beteiligen magst, dann bist du herzlich eingeladen! Es gibt immer eine Menge zu tun. Bücher beschriften, Katalogisieren, Sortieren, Lesungen organisieren, Lese- oder Lernabende veranstalten, Vereinsmeierei (ja, das braucht es leider auch), Kohle schnorren, Socialmedia KrimsKrams machen, gemeinsam Entscheiden, Bücher kaufen, und, und, und … Wir freuen uns natürlich immer über Mitstreiter*innen!

Wir beginnen mit einem Softreboot (mit Entlehnbetrieb und anderen Orga Sachen dauert es einfach noch) aber dafür haben wir schon eine spannenden Filmabend geplant.

Offenes Treffen der Bibliothek von unten Freitag 17.1. 17:00 – 18:30
Beginn Filmabend 19:00

w23, Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien

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Bandsalat – Movienight mal anders

Sie sind längst vergessen und obsolet. Die letzten Stücke verstauben im Regal. Abspielgeräte gibts kaum mehr und so laufen wir Gefahr manche Schätzchen an linker Geschichte zu verlieren. Wie war das mit den No Border Camps? Battle in Seattle? Nachrichten Aufnahmen aus dem Jahre Schnee? Diese Sachen findet eins nur selten. Schade eigentlich. Deswegen hat die Bibliothek von unten begonnen alte VHS Kassetten aus dem Bestand zu digitalisieren. Wir gucken uns an diesem Abend querbeet durch die Ausbeute. Lasst euch überraschen!

Kurze Vorstellung des Projektes “Bandsalat” und ein etwas anderer Filmabend

Das VHS Digitalisierungsprojekt “Bandsalat” ist eine Kooperation von Archiv der sozialen Bewegungen / Wien und der Bibliothek von unten. Wir werden das Setup zu den Archiv und Bibliotheks Öffnungszeiten zum D.I.Y. digitalisieren zur Verfügung stellen. Die (Echt)zeit zum digitalisieren müsst ihr euch dann selbst nehmen 😉

Freitag 17.1.2020
Filmabend Beginn um 19:00
Davor gibt es offenes Bibliothek von unten Treffen – 17:00 – 18:30

w23, Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien

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w23Bandsalat – Movienight mal anders

Bandsalat – Movienight mal anders

Sie sind längst vergessen und obsolet. Die letzten Stücke verstauben im Regal. Abspielgeräte gibts kaum mehr und so laufen wir Gefahr manche Schätzchen an linker Geschichte zu verlieren. Wie war das mit den No Border Camps? Battle in Seattle? Nachrichten Aufnahmen aus dem Jahre Schnee? Diese Sachen findet eins nur selten. Schade eigentlich. Deswegen hat die Bibliothek von unten begonnen alte VHS Kassetten aus dem Bestand zu digitalisieren. Wir gucken uns an diesem Abend querbeet durch die Ausbeute. Lasst euch überraschen!

Kurze Vorstellung des Projektes “Bandsalat” und ein etwas anderer Filmabend

Das VHS Digitalisierungsprojekt “Bandsalat” ist eine Kooperation von Archiv der sozialen Bewegungen / Wien und der Bibliothek von unten. Ab kommenden Jahr wird das Setup zu den Archiv und Bibliotheks Öffnungszeiten zum D.I.Y. digitalisieren zur Verfügung stehen.

Open Door 18:00 – Veranstaltungsbeginn 19:00

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Kontrakultur – eine Identitäre Vorzeigegruppe

Seit 2015 macht in Halle (Saale) eine Identitäre Gruppe auf sich aufmerksam: Die „Kontrakultur“ schafft es mit bundesweiten Aktionen in die überregionale Presse und fungiert zunehmend als Speerspitze der deutschen Identitären. Seit 2017 existiert mit dem „Flamberg“ das erste identitäre Hausprojekt Deutschlands.

Die Kampagne „Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen“ möchte in ihrem Vortrag offenlegen, welche Gefahren von der Kontrakultur ausgehen, welche Bedeutung das identitäre Hausprojekt hat und diskutieren, wie effektive Gegenstrategien aussehen können.

Vortrag und Diskussion mit Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / WienBibliothek von unten und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

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Vergessen? Verdrängt? – Kontinuitäten rechten Terrors

Rechter Terror und rechte Gewalt in Europa sind in der gesellschaftlichen Wahrnehmung kaum vorhanden und viele rechtsextreme / neonazistische Taten sind aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden.

Das Oktoberfestattentat, Südtirolterror, Briefbomben, Rohrbombe in Oberwarth, NSU Morde, Breivik, … Die Liste des rechten Terrors in Europa ist länger als eins vermuten würde, beschränkt sich beiweitem nicht auf Deutschland oder Österreich, und gehört nicht der Vergangenheit an.

Immer wieder werden Versuche rechte Terrornetzwerke aufzubauen aufgedeckt wie z.B.: „Europäische Aktion“ oder „Combat 18“.

Gerade in einer Gesellschaft, die sich in Ignoranz übt und die Gefahr von rechten Kreisen konsequent ignoriert, ist es umso wichtiger wachsam zu sein. Es ist hilfreich die Vergangenheit zu kennen und die Kontinuitäten zu sehen, um die Anzeichen neuer Entwicklungen besser zu erkennen.

Kurzer (unvollständiger Überblick) zu rechtem Terror in Europa, Kontinuitäten und aktuellen Entwicklungen von Martina Renner

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / WienBibliothek von unten und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

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w23 Soli-Flohmarkt-Party

Räume kosten Geld und das ist wie immer knapp, unser “Taschengeld” aka Selbstausbeutung reicht dafür nicht immer. Deswegen und weil wir, die Gruppen in der w23 immer gerne feiern, gibt es dieses Jahr endlich wieder die Soli-Flohmarkt-Party!

Neben Klamotten, Büchern, Kitsch und Krempel und allem was das Jahresendzeit-Weihnachtsun sinn-gestresste Herz begehrt, gibt es wie es sich für eine vernünftige Party gehört, Auflegerei, Lecker Häppchen und Happen, Schirmchendrinks heiß oder kalt und Raum zum chillen, whlen, plauschen, schmöckern und feiern!

Wer mag kann sich auch noch mit Revolutionsmerchandise und Lesestoff bei anarchismus.atChickLit und Mandelbaum Verlag eindecken.

Also: Soliflohmarkt mit Party-Ambiente – gleich fett im Kalender markieren!

Samstag 16. Dezember ab 16:00
rauchfrei bis 20:00

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w23w23 Soli-Flohmarkt-Party