w23

Diskussionen, Workshops, Vorträge, Lesungen und vieles mehr

Vergessen? Verdrängt? – Kontinuitäten rechten Terrors

Rechter Terror und rechte Gewalt in Europa sind in der gesellschaftlichen Wahrnehmung kaum vorhanden und viele rechtsextreme / neonazistische Taten sind aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden.

Das Oktoberfestattentat, Südtirolterror, Briefbomben, Rohrbombe in Oberwarth, NSU Morde, Breivik, … Die Liste des rechten Terrors in Europa ist länger als eins vermuten würde, beschränkt sich beiweitem nicht auf Deutschland oder Österreich, und gehört nicht der Vergangenheit an.

Immer wieder werden Versuche rechte Terrornetzwerke aufzubauen aufgedeckt wie z.B.: „Europäische Aktion“ oder „Combat 18“.

Gerade in einer Gesellschaft, die sich in Ignoranz übt und die Gefahr von rechten Kreisen konsequent ignoriert, ist es umso wichtiger wachsam zu sein. Es ist hilfreich die Vergangenheit zu kennen und die Kontinuitäten zu sehen, um die Anzeichen neuer Entwicklungen besser zu erkennen.

Kurzer (unvollständiger Überblick) zu rechtem Terror in Europa, Kontinuitäten und aktuellen Entwicklungen von Martina Renner

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / WienBibliothek von unten und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

mehr lesen ...
w23Vergessen? Verdrängt? – Kontinuitäten rechten Terrors

Nicht politisch motiviert? Zur öffentlichen Wahrnehmung rechten Terrors.

„Ein politisches Motiv kann ausgeschlossen werden“ ist oftmals der Tenor der Behörden, wenn es um rechte und rassistische Gewalt geht. Dabei drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass staatliche Stellen tunlichst vermeiden, rechten Terror als solchen zu benennen. Stattdessen werden Täter_innen mitunter als „verwirrt“ oder Opfer ihrer selbst dargestellt – und zwar auch noch, wenn investigative Recherchen längst deren politische Hintergründe ausgeleuchtet haben. Viele unkritische Presseberichte folgen allzu oft der offiziellen Lesart, was nicht nur die Entpolitisierung in der öffentlichen Wahrnehmung verstärkt, sondern nicht selten den Tatopfern mit Mistrauen begegnet und diese verbal zu Kriminellen macht.

Nach den NSU-Morden und -Bombenanschlägen stellt sich die Frage: Nichts gelernt oder warum gibt es so wenige Bemühungen, konsequent gegen rechten Terror konsequent vorzugehen? Welche Rolle spielen Behörden oder staatliche Institutionen wie Verfassungsschutz, Polizei und Justiz bei der Verharmlosung? Wie wird Rechtsterror gesellschaftlich verhandelt und was heißt es, wenn dieser nicht benannt oder systematisch verharmlost wird?

Vortrag und Diskussion mit Martina Renner

hosted by das que[e]r und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101  – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

mehr lesen ...
w23Nicht politisch motiviert? Zur öffentlichen Wahrnehmung rechten Terrors.

Kontrakultur – eine Identitäre Vorzeigegruppe

Seit 2015 macht in Halle (Saale) eine Identitäre Gruppe auf sich aufmerksam: Die „Kontrakultur“ schafft es mit bundesweiten Aktionen in die überregionale Presse und fungiert zunehmend als Speerspitze der deutschen Identitären. Seit 2017 existiert mit dem „Flamberg“ das erste identitäre Hausprojekt Deutschlands.

Die Kampagne „Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen“ möchte in ihrem Vortrag offenlegen, welche Gefahren von der Kontrakultur ausgehen, welche Bedeutung das identitäre Hausprojekt hat und diskutieren, wie effektive Gegenstrategien aussehen können.

Vortrag und Diskussion mit Kick Them Out – Nazizentren dichtmachen

hosted by Archiv der sozialen Bewegungen / WienBibliothek von unten und Rosa Antifa Wien – im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

mehr lesen ...
w23Kontrakultur – eine Identitäre Vorzeigegruppe

Rechte Frauen und Kindererziehung

Vortrag mit Andrea Röpke zu rechtsextremer Erziehung

Ob in der sogenannten „Neuen Rechten“, bei den „Identitären“, völkischen Gruppen, neonazistischen Kameradschaften oder rassistischen Hintergrundorganisationen – Frauen mischen selbstbewusst, aber angepasst mit. Das vorherrschende biologistische Weltbild wird nicht offen in Frage gestellt und propagierte männliche Ideale von Maskuliniät, Wehrhaftigkeit und neuem Barbarentum werden akzeptiert.

Ohne Frauen und Mädchen ist die rechte Szene nicht denkbar, sie treiben die gefährliche Ideologie entschieden mit voran. Sie fungieren zum Beispiel als „Eye-Catcher“ bei den Inszenierungen der „Identitären“ oder Ansprechpartnerinnen bei Initiativen gegen Geflüchtete. Sie adminstrieren sehr aggressiv aufgeladene „Anti-Asyl“-Debatten im Netz und heizen dort oder auf der Straße mit ein.

Rechte Frauen sind nicht weniger rassistisch und fanatisch als rechte Männer! Rechte Frauen sorgen außerdem für die Stabilität der „Bewegung“ nach innen. Traditionelle weibliche Aufgaben liegen in der Organisation, der Kindererziehung und Schaffung „einer nationalen Gegenkultur“: Sie organisieren Kinderlager, Brauchtumsveranstaltungen und politische Schulungen. Kinder gelten vor allem in völkisch-nationalistischen Siedler-Familien als Teil der „Volksgemeinschaft“. Insbesondere Frauen gelingt es Akzeptanz im ländlichen oder städtischen Raum zu erringen und sich über Schulen, Kindergärten, Berufe oder Vereine zu verankern. Nur wenigen jungen Mädchen und Frauen gelingt der Ausstieg aus einem erdrückend unfreien Milieu.

In diesem Vortrag gewährt die Publizistin und freie Journalistin Andrea Röpke einen Einblick in das breite und differente rechte Spektrum. Sie schaut hinter die Kulissen, dorthin wo sie nicht erwünscht ist, wo im Verborgenen agiert werden soll. Unterstützt durch Fotos berichtet sie von Recherchen und Einblicken in eine reaktionäre und erschreckende Lebenswelt.

Organisiert von Rosa Antifa Wien im Rahmen der Veranstaltungsreihe antifascism101

mehr lesen ...
w23Rechte Frauen und Kindererziehung

Das austrofaschistische Österreich 1933-1938

Faschismus begann in Österreich nicht erst mit dem Nationalsozialismus, sondern Jahre zuvor mit dem Austrofaschismus. Die Autoren analysieren genau die staatsrechtliche Konstruktion, spüren den einzelnen politischen Akteuren und ihren Verflechtungen nach und setzen die Politik von Dollfuß und Schuschnigg in den Kontext des internationalen Umfelds. Tálos und Wenninger beharren auf dem Begriff “Faschismus” und argumentieren, dass Alternativen wie “Diktatur” oder “autoritäres Regime” nicht adäquat sind.

Veranstaltung von que[e]r und Archiv der sozialen Bewegungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe antifascism101

mehr lesen ...
w23Das austrofaschistische Österreich 1933-1938

Queer-Feminism and Contemporary Music & Club Culture

A panel discussion with: female:pressure, FEMDEX, Riot Tea Club, SISTERS and Sounds Queer?

Music creates spaces for various desires as well as the need for escapism. At the same time the individuals and social networks producing and/or consuming these culture/s are (more or less) a reflection of society’s current state. That fundamentally includes mechanisms of power and hierarchy. Women and queers (as well as other minorities) still have to struggle for a safe and equal space through all sorts of musical genres. Even if a general imbalance might be admitted more often these days, the actual interested in the situation of female and/or queer musicians, sound artists and DJs is still modest.

Therefore we invited different initiatives who are trying to push feminist and queer issues forward in music. Together we would like to discuss: What are they currently working on? What are they struggling with? But also more general questions like: What does feminist (and political) thinking or acting mean in the context of music and clubbing? How important is it to conquer commercial places and ma(i)nstream culture? What are the benefits of creating certain subcultures? Who is in charge anyway? And is there a female or queer sound to begin with?

Leider ist die W23 alles andere als barrierefrei – mehr Info zu räumlichen und sprachlichen Barrieren hier.

Mittwoch, 14. Februar, 19:00

mehr lesen ...
w23Queer-Feminism and Contemporary Music & Club Culture

Refugee Protest Camp Vienna

und andere migrantische Kämpfe in Österreich.

Ein Abend in Erinnerung an und ein Rückblick auf das RPCV (ab 2011) und andere migrantischer Protestaktionen. Ehem. Aktivist und ev. *innen des RPCV und der Sans Papier-Bewegungen (2002) werden über Perspektiven, Folgen, Motive der Protestaktionen und Erwartungen an andere Akteur*innen (zB Citizens, Regierung, NGO’s) diskutieren. In Zeiten sozialer Kälte und Rassismus’ braucht es Netzwerke zwischen Marginalisierten und Privilegierten!

Gespräch mit anschließender Diskussion, zudem Buchpräsentation: Say it Loud and Say it Clear. David Kien. Wien 2017.

Leider ist die W23 alles andere als barrierefrei – mehr Info zu räumlichen und sprachlichen Barrieren hier.

Mittwoch 31. Jänner, 19:00

mehr lesen ...
w23Refugee Protest Camp Vienna

tech:babbel goes open que[e]r

Am 24. Jänner hat das que[e]r einfach geöffnet, diesmal aber ohne vorbereitetes Programm. Es gibt Essen, Trinken, Brettspiele und die Möglichkeit die que[e]rlis kennen zu lernen, Wünsche, Anregungen und Beschwerden loszuwerden, sich zur zukünftigen Mitarbeit motivieren zu lassen, oder sich zu aktuellen und geplanten Aktivitäten gegenschwarzblau auszutauschen. Einfach ‘nur’ Freund_innen treffen und quatschen geht natürlich auch.

Update:

tech:babbel kommt ins open que[e]r

Wer das eine oder andere Computerwehwehchen hat, eine bisschen Unterstützung bei technischen Problemchen braucht, oder sich einfach ein etwas Austauschen mag, ist herzlich eingeladen gemeinsam mit uns einen gemütlichen Abend im „open que[e]r“ zu verbingen. Do it Yourself (D.I.Y) and Do it Together (D.I.T.) – statt Frontalvortrag.

Eine gemütliche tech:babbel „Sprechstunde“ von ca 18:00 – 20:00

P.S.: Bei Interesse kann auch kurz über Erfahrungswerte mit Qubes OS https://www.qubes-os.org/ (ein alternatives Betriebssystem mit Sicherheitsschwerpunkt) berichtet werden.

 w23 Barriere Infos

mehr lesen ...
w23tech:babbel goes open que[e]r

Als die Revolution in Österreich ankam.

Hundert Jahre Jännerstreik 1918!

Oder fast angekommen wäre. Am 14. Jänner 1818 brach auf Grund verringerter Lebensmittelrationen in Wiener Neustadt ein Streik aus, der sich in den nächsten Tagen auf umgebende Industriegebiete, auf Wien und schließlich auf die ganze österreichisch-ungarische Monarchie ausdehnte. Die Themen waren Brot und Frieden. Die Bolschewiki verhandelten gerade in Brest-Litowsk um einen gerechten Frieden, während die deutsche Generalität auf einem „Siegfrieden“, und damit der Fortsetzung des Krieges, bestand.
Die österreichische Sozialdemokratie setzte sich an die Spitze des Streiks und konnte ihn nach mehr als einer Woche abwürgen. Wäre der Erste Weltkrieg abgekürzt worden, wenn die Kämpfe weiter geführt worden wären? Ende Jänner begannen große Streiks in Deutschland, in der österreichisch-ungarischen Monarchie drohten die Unruhen aufs Militär überzugreifen.
In der linken Geschichtsschreibung werden Frauen* am Rande erwähnt, obwohl sie die Hungerdemonstrationen seit 1916 dominierten und in allen Streiks eine hervorragende Rolle spielten. In den sich im Jännerstreik bildenden Räten spielten sie allerdings eine nur untergeordnete Rolle. Die Frauen* waren „zu undiszipliniert“ und „zu unpolitisch“, behaupteten zumindest die Sozialdemokratie und große Teile der radikalen Linken!

Leider ist die W23 alles andere als barrierefrei – mehr Info zu räumlichen und sprachlichen Barrieren hier.

Mittwoch 17. Jänner, 19:00

mehr lesen ...
w23Als die Revolution in Österreich ankam.